Gleitgel 101: Wasser, Silikon oder Öl – was passt wozu?

oRedaktion ohmygasm·2 Min. Lesezeit

Tropfen Gel auf der Fingerspitze

Gleitgel ist kein Zeichen, dass „etwas nicht stimmt“. Es ist einfach eines der besten Dinge, die du für angenehmeren Sex tun kannst – solo und zu zweit. Wichtig ist nur: das richtige.

Die drei großen Sorten

1. Wasserbasiert – der Allrounder

Fühlt sich natürlich an, lässt sich mit Wasser abwaschen, hinterlässt keine Flecken und passt zu allen Kondomen und allen Toys. Nachteil: Es trocknet schneller ein – einfach etwas nachgeben.

2. Silikonbasiert – der Ausdauernde

Bleibt sehr lange gleitfähig und funktioniert sogar im Wasser. Mit Latexkondomen ist es kompatibel. Aber: Mit Toys aus Silikon kann es reagieren und die Oberfläche angreifen – das Toy wird klebrig oder rau.

3. Ölbasiert – nur mit Vorsicht

Kokosöl & Co. sind beliebt für Massagen. Mit Latexkondomen sind Öle tabu: Sie können das Material innerhalb kurzer Zeit schwächen, sodass das Kondom reißt. Auch für die Scheidenflora sind Öle nicht immer ideal.

Faustregel: Silikon-Toy? Wasserbasiertes Gleitgel. Latexkondom? Niemals Öl.

Worauf du beim Kauf achten solltest

  • Wenige Inhaltsstoffe: Je kürzer die Liste, desto besser.
  • Kein Parfum, kein Wärme- oder Kühl-Effekt, wenn du empfindlich bist.
  • Kein Glycerin in großen Mengen, falls du zu Pilzinfektionen neigst.
  • pH-Wert und Osmolalität: Gute Hersteller orientieren sich an Empfehlungen der WHO für vaginale Gleitmittel.

Warum Gleitgel bei Luftimpuls-Toys so viel bringt

Ein Luftimpuls-Toy wie Lem bildet mit der Haut eine kleine, abgedichtete Luftkammer. Ein Tropfen wasserbasiertes Gleitgel auf dem Rand der Öffnung dichtet diese Kammer besser ab – der Sog wird gleichmäßiger und fühlt sich weicher an.

Im Lem-Set ist wasserbasiertes Gleitgel gratis dabei – perfekt abgestimmt auf das Silikon der Zitrone.

Zum Set →

Kurz gemerkt

  • Wasserbasiert passt immer – zu Toys und Kondomen.
  • Silikon-Gleitgel nicht mit Silikon-Toys kombinieren.
  • Öl und Latexkondome vertragen sich nicht.

Quelle: WHO/UNFPA/FHI (2012), Use and procurement of additional lubricants for male and female condoms, WHO/RHR/12.33.

Teilen: WhatsApp