Die Orgasmus-Lücke: Warum Frauen seltener kommen – und was wirklich hilft

oRedaktion ohmygasm·2 Min. Lesezeit

Paar abends auf dem Sofa, sie schaut nachdenklich aus dem Fenster

In einer großen Studie mit über 52.000 Erwachsenen gaben 95 % der heterosexuellen Männer an, beim Sex meistens oder immer zu kommen – aber nur 65 % der heterosexuellen Frauen. Diese Differenz hat einen Namen: die Orgasmus-Lücke.

Liegt es an der Biologie?

Kurz: nein. In derselben Studie kamen lesbische Frauen zu 86 % meistens oder immer zum Orgasmus. Frauenkörper können es also sehr wohl – es kommt darauf an, was beim Sex passiert.

Die Orgasmus-Lücke ist keine Frage des Körpers. Sie ist eine Frage des Drehbuchs.

Was Frauen unterscheidet, die häufiger kommen

Die Forschenden haben verglichen, was Frauen mit häufigen Orgasmen anders machten. Sie …

  • bekamen häufiger Oralsex,
  • hatten längere gemeinsame Zeit im Bett,
  • sagten öfter, was sie wollen – und lobten ihren Partner für das, was gut war,
  • probierten neue Stellungen und Dinge aus,
  • und hatten insgesamt mehr Fokus auf Berührung jenseits der Penetration.

Drei Hebel, die du heute nutzen kannst

1. Klitoris ins Zentrum

Nur rund jede fünfte Frau kommt allein durch Penetration. Klitorale Stimulation ist kein Bonus, sondern für die meisten der Hauptweg.

2. Mehr Zeit

Erregung braucht bei Frauen oft länger, bis sie voll da ist. Vorspiel ist kein Vorprogramm – es ist das Programm.

3. Kommunikation

Sag, was sich gut anfühlt. Mitten im Moment reicht oft ein „Genau so“ oder „etwas sanfter“.

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Kurz gemerkt

  • 95 % der hetero Männer vs. 65 % der hetero Frauen kommen meistens oder immer.
  • Lesbische Frauen: 86 % – es liegt nicht an der Biologie.
  • Klitoris, Zeit und Gespräch sind die größten Hebel.

Quelle: Frederick D. A. et al. (2018), Archives of Sexual Behavior, doi:10.1007/s10508-017-0939-z · Herbenick D. et al. (2018), Journal of Sex & Marital Therapy.

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